«Stadt hält am Klimaplan fest», Ausgabe vom 21. August
Gemeinderat Orlando Wyss muss diesen Sommer weit weg gewesen sein. Sehr weit weg. Er muss den heissesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen irgendwie verpasst haben. Anders kann ich mir nicht erklären, wie er auf die absurde Idee kommt, die Stadt Dübendorf müsste und könnte ausgerechnet dort sparen, wo die Reduktion von Treibhausgasen das Ziel ist. Bäche trocknen aus, die Glatt führt sichtbar weniger Wasser, die Bauern leiden unter der Dürre. All das sind Phänomene, die es ohne Klimawandel in dieser Ausprägung und Häufigkeit nicht geben würde. Selbst in Wyss´ Partei, der SVP, scheint es derzeit immerhin einigen wenigen zu dämmern, dass die jahrelange Leugnung des Klimawandels und das Nachplappern der Propaganda der Fossilindustrie uns erst in diese schlimme Situation gebracht haben. Ich wünschte mir, dass die Erkenntnis irgendwann auch den Herrn Gemeinderat erreicht.
Es ist gut, dass eine vernünftige Mehrheit des Stadtrats am Klimaplan festhält. Es ist die grösste Aufgabe für die Menschheit, das Weltklima so wenig wie möglich zu erhitzen. Jede Massnahme zählt, auch hier bei uns vor Ort. Das ist Politik, die wir unseren Kindern und Enkeln schuldig sind. Die Zeit für politisches Taktieren und für Spielchen ist abgelaufen.
Martin Jungfer, Schwerzenbach


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