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Philosophie im Kino: Radikaler Aktivismus – Tugendterror oder Notfallmassnahme?
31 Oktober 2023 @ 18:30 CET

Foto: Transparente des Klimastreiks Zürcher Oberland (Grüne Dübendorf)
Kontext und Diskussion zum Thema „Radikale Protestbewegungen als neue gesellschaftliche Grossphänomene.“ Der Film dazu als Grundlage: „Die fetten Jahre sind vorbei“ (Deutschland 2004, Regisseur: Hans Weingartner).
Der Film zeigt mit mit immer wieder überraschender Wendungen die Entwicklung dreier junger Aktivisten und Aktivistinnen, die nachts in die Häuser wohlhabender Büger/innen einsteigen und eine nach ihrer Auffassung antikapitalistische Botschaft hinterlassen – bis eine ihrer Aktionen unerwartet eskaliert und aus dem symbolischen Spiel bitterer Ernst zu werden droht.
Damit bietet der Film eine verblüffend aktuelle Vorlage für die gesellschaftliche Debatte um radikale Protestformen, wie sie zum Beispiel von der „Letzten Generation“ im Kontext der Klimakrise ausgeführt werden: Festkleben, Strassenblockaden, Beschmutzung von Kunstwerken – hilft das, die notwendige Aufmerksamkeit zu erregen und die Bevölkerung für ein wichtiges Thema zu sensibilieren? Oder führt eine solche konfrontative Protestform eher zu Ablehnung und Abwendung und schadet am Ende der guten Sache?
Diese und weitere Fragen erörtert der regelmässig an der Universität St. Gallen lehrende Bonner Philosoph Martin Booms mit dem Publikum – ohne tendenziöse Vorbewertung und jenseits der moralischen Empörungskultur.
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