Kommentar Grüne Bezirk Uster: Mit der Ablehnung des Nationalstrassen-Ausbauschritts 2023 hat die Stimmbevölkerung ein starkes Signal gesetzt: Die Schweiz will keine zusätzlichen Autobahnen. Selbst in der Gemeinde Wetzikon wurde der Ausbau nur knapp angenommen – das Projekt Oberlandautobahn hat damit seine politische Basis verloren.

Nachfolgend findest du die Medienmitteilung der Grünen Hinwil.

Nach dem Nein zum Autobahnausbau: Auch die Oberlandautobahn ist gescheitert

Mit der Ablehnung des Nationalstrassen-Ausbauschritts 2023 hat die Stimmbevölkerung ein starkes Signal gesetzt: Die Schweiz will keine zusätzlichen Autobahnen. Selbst in der Gemeinde Wetzikon wurde der Ausbau nur knapp angenommen – das Projekt Oberlandautobahn hat damit seine politische Basis verloren.

Bundesrat Albert Rösti machte bereits im Vorfeld deutlich, wie eng der Ausgang der Abstimmung mit
der Zukunft der Oberlandautobahn verknüpft ist. «Bei einem grundsätzlichen Nein zum Autobahnausbau wird es sehr viel schwieriger, die Oberlandautobahn umzusetzen», erklärte er am Infoanlass zum Autobahnausbau in Uster. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger bezeichnete das Resultat gar als «Prinzipfrage», die die gesamte Planung infrage stellt.

Neubewertung ist unumgänglich

Mit diesem Nein wird die strategische Planung des Autobahnausbaus grundlegend erschüttert. Projekte, wie die Oberlandautobahn, die für massive Eingriffe in die Natur, ins Kulturland und astronomisch teure Tunnelbauten stehen, entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen unserer Zeit. Stattdessen verlangt die Bevölkerung nachhaltige und zukunftsgerichtete Lösungen für die Verkehrsprobleme – im Oberland und in der gesamten Schweiz.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Bau von Strassen kein Verkehrsproblem löst, sondern zusätzlichen Verkehr generiert. Mehr Kapazität zieht mehr Autos an und führt langfristig zu noch mehr Stau, Umweltbelastung und Flächenverbrauch. Der Fokus muss deshalb auf Alternativen liegen, die nicht den Autoverkehr fördern, sondern attraktive, umweltfreundliche Mobilitätsformen stärken: den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, sichere Velowege und attraktive Fusswegnetze.

Ein Wendepunkt für die Verkehrspolitik

Die Abstimmung zeigt klar, dass eine Verkehrspolitik, die auf immer mehr Strassen und mehr Kapazitäten für Autos setzt, keine Mehrheit mehr findet. Es braucht jetzt intelligente Lösungen, die nicht auf immer mehr Autoverkehr setzen, sondern auch die Klimaziele berücksichtigen.

Mit dem Nein vom 24. November hat die Bevölkerung einen Wendepunkt markiert. Der Autobahnausbau ist Vergangenheit – die Zukunft gehört einer nachhaltigen Mobilität.

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