Die Initiative gegen die Massentierhaltung löst viele Emotionen aus. Als Befürworterin könnte ich nun auch etwas Emotionales dazu schreiben. Etwas, das Sie vielleicht auch als Hundehalterin oder Katzenbesitzer überzeugen würde, sich für die weniger herzigen Tiere, die wöchentlich auf dem Teller landen, einzusetzen. Zum Beispiel, ob Sie sich vorstellen könnten, Ihre Lieblinge monatelang eizusperren und dann umzubringen. Aber nein, dies möchte ich eigentlich nicht tun. Denn dieses Thema weckt schon von Grunde aus viele Emotionen. Fleischesser:innen fühlen sich vielleicht schuldig, Tierschützer:innen kämpfen wie wild für ihr Grundanliegen, und Landwirt:innen fühlen sich in ihrer Existenz bedroht.
Im Tages-Anzeiger konnte man Fakten zur Massentierhaltung lesen. Fakt ist etwa, dass es momentan in der Schweiz erlaubt ist, Hühner und Schweine zu halten, die niemals das echte Tageslicht erblicken, niemals draussen sind. Fakt ist auch, dass das gesetzliche Minimum einem Schwein mehr als einen Quadratmeter zugesteht.
Ich rufe dazu auf: Beschäftigen Sie sich mit dem Thema, überprüfen Sie die Fakten und fragen Sie sich: Wie möchten wir unsere Tiere, welche wir für unsere Nahrung züchten und schlachten, halten?
Natalie Lengacher, Gemeinderätin Grüne Uster
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